Theater ahoy - Unsere wilden Jahre - As wi wild weern / Keine Aufstiegsgeschichte / Post-Orientalist Express

Shownotes

Jede Woche erzählt Jeanne von ahoy, was es so Neues und Spannendes auf Hamburgs Theaterbühnen gibt. Diesmal mit dabei:

- Unsere wilden Jahre - As wi wild weern im Ohnsorg-Theater
- Keine Aufstiegsgeschichte im Ernst Deutsch Theater
- Post-Orientalist Express auf Kampnagel

Transkript anzeigen

00:00:00: Theater

00:00:01: Ahoy.

00:00:03: Alles zu Hamburgstheatern bei Ahoy Radio.

00:00:06: Termine, Kritiken und Verlosungen.

00:00:09: Hier bekommt ihr einfach alles.

00:00:11: Wenn Abenteuer mitten in der Nacht aufeinandertreffen, dann beginnt unsere wilden Jahre, es wie wild werden.

00:00:18: Die Geschwister Jim und Liv wachsen auf einem Bauernhof auf, sie streifen durch die Wälder, begegnen Füchsen, Eulen und Dachsen und erleben die verrücktesten Abenteuer.

00:00:28: Sie halten also immer zusammen wie Pech und Schwefel, doch als sie älter werden, trennt sich ihre Wege.

00:00:34: Liv zieht nämlich in die Stadt und Jim übernehmt den Hof der Familie.

00:00:39: Viele Jahre hören sie dann nichts voneinander, bis ein Feuer auf dem Bauernhof alles verändert.

00:00:44: Jim steht auf einmal vor dem Ruin, aber Liv hat einen Plan, um ihrem Bruder zu retten.

00:00:49: Patten zur Premiere habe ich mit der Schauspielerin Sophie Juncker, welche Liv spielt, gesprochen.

00:00:53: Schnell wurde dabei klar, was Sophie an ihrer Figur eigentlich so

00:00:57: spannend findet.

00:00:58: Ich glaube, für mich waren die Unterschiede zwischen mir und Liv am Anfang auch am interessantesten, weil ich ein Stadtkind bin.

00:01:05: Ich bin in der Großstadt aufgewachsen und kenne das alles gar nicht, wie es ist, auf dem Land groß zu werden.

00:01:10: Und Liv war von Anfang an für mich jemand, der so daraus sticht aus dieser Welt, in der sie lebt.

00:01:16: Aber das war für mich sowieso die Welt, die ich nie hatte.

00:01:19: Trotz der Unterschiede ist es ihr dann nicht schwer gefallen, sich in die Rolle hineinzuversetzen, denn die beiden haben eine wesentliche Gemeinsamkeit.

00:01:26: Dadurch, dass Liv ja so die Künstlerin ist, konnte ich da mega gut andocken, weil ich auch einen kreativen Beruf ausübe.

00:01:32: Deshalb kann Sophie auch gut nachvollziehen, warum Liv sich dazu entscheidet, in die Stadt zu gehen und den Hof zurückzulassen.

00:01:38: Ich kann das nachvollziehen, in die Stadt geht und ihrem Wunsch folgt, weil ich persönlich auch schon immer den Wunsch hatte, Schauspielerin zu werden und deswegen total klar wusste, okay, nach der Schule gehe ich Schauspiel studieren und ich mache das.

00:01:51: Deswegen kann ich da Liff auch total nachvollziehen, dass sie so sagt, okay, es ist zwar total schwierig zu gehen, aber ich muss es machen, um meinen Traum leben zu

00:02:00: können.".

00:02:00: Doch die Figur zweifelt immer wieder in ihrer Entscheidung.

00:02:04: Ein Grund dafür ist garantiert die enge Verbindung zu ihrem Bruder Jim.

00:02:10: schielt sie gedanklich bestimmt immer mal wieder nach Hause, weil das ist quasi auch der Ort, der sie so am meisten geprägt hat bisher in ihrem Leben und da ist ihr Wunsch entstanden, Künstlerinnen zu werden.

00:02:21: Deswegen glaube ich schon, dass es für sie immer eine Verbindung natürlich auch gibt, weil auch da ist Jim, da ist so ihre Bezugspersonen.

00:02:28: Das

00:02:28: Theaterstück betont auch noch einmal, wie unterschiedlich Menschen sein können, aber es verdeutlicht auch, wie wichtig Familie, Heimat und enge Verbindung sind.

00:02:37: Ich

00:02:37: finde, das Stück lohnt sich total anzusehen, weil mir macht das immer Riesenfreude zu sehen, dass wir so unterschiedlich sind, aber dass wir uns trotzdem alle irgendwie brauchen.

00:02:50: Und ich mag sehr, dass Liv und Jim zwei sehr, sehr unterschiedliche Leute sind.

00:02:55: Aber beide brauchen einander und müssen auf eine Art irgendwie einen Weg finden, zusammen zu bleiben oder wieder zueinander zu finden.

00:03:03: Das Stück Unsere Willen Jahre feiert am Sonntag den ersten Februar.

00:03:07: Premiere im Ohnsocktheater.

00:03:10: Erfolg und Karriere spielen hier keine Rolle.

00:03:13: Im Mittelpunkt steht Armut und was sie mit Menschen macht.

00:03:17: Das Theaterstück keine Aufstiegsgeschichte basiert auf dem Buch von Oliver David und fragt, wie wirkt sich Armut auf die Psyche aus und warum wird es oft von Generation zu Generation weitergegeben?

00:03:30: Regisseur Marci Damgani und sein Ensemble bringen diesen Stoff auf die Bühne, aber nicht als trockenes Sachthema, sondern als lebendiges Theaterexperiment.

00:03:39: Persönliches trifft somit auf gesellschaftliches und Theater auf Journalismus und Wissenschaft.

00:03:44: Es ist ein Abend, der wachrättelt und zum Nachdenken darüber einlädt, wie wir eigentlich zusammenleben wollen.

00:03:50: Zu sehen ist keine Aufstiegsgeschichte ab Donnerstag, den fünften Februar im Ernst-Deutsch-Theater.

00:03:57: Wenn eine Performance Post-Orientalist-Express heißt, dann ist schon klar, Stehstehen ist hier auf jeden Fall keine Option.

00:04:04: Die südkoreanische Choreografin Yuen Meeren nimmt ihr Publikum also mit auf eine rasante Reise durch Asien.

00:04:11: Gemeinsam mit acht TänzerInnen spielt sie mit Bildern und Traditionen, die viele mit asiatischer Kultur verbinden.

00:04:18: Aber es geht nicht darum, Klischees zu bedienen, sondern sie sichtbar zu machen und dann noch aufzubrechen.

00:04:24: Post-Orientalist Express ist ein energiegeladener Tanzabend, der Tradition und Moderne neu verbindet.

00:04:30: Zu sehen ist die Performance vom fünften bis zum siebten Februar auf

00:04:41: Kampnagel.

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