Theater ahoy - Der Geisterseher / Skart & Masters of the Universe – Fury / Alice Hasters: Antiopfer
Shownotes
Jeanne war wieder unterwegs und hat für euch herausgefunden, was es so Neues auf den Bühnen Hamburgs gibt.
Diesmal mit dabei:
- Der Geisterseher im Ernst Deutsch Theater
- Skart & Masters of the Universe – Fury auf Kampnagel
- Alice Hasters: Antiopfer im Centralkomitee
Transkript anzeigen
00:00:01: Theater
00:00:01: Ahoy.
00:00:03: Alles zu Hamburgstheatern
00:00:04: bei Ahoi-Radio,
00:00:06: Termine, Kritiken und Verlosungen – hier bekommt ihr einfach alles!
00:00:12: Manchmal braucht es gar kein großes Ensemble für großes Theater.
00:00:16: Manchmal reichen dann auch zwei Schauspieler.
00:00:19: Und genau das zeigt der Geisterseher frei nach Friedrich Schiller.
00:00:22: Auf der Bühne stehen nämlich nur zwei Personen, und zwar Paul Schröder Und die machen aus Schillers Geschichte ein echtes Theatererlebnis.
00:00:31: Es geht nämlich um einen Prinzen, der in Venedig durch mysteriöse Ereignisse und geheime Intrigen immer mehr manipuliert wird – und dabei zwischen Aufklärung, Aberglauben aber auch Machtspielen den Halt verliert!
00:00:44: Passend dazu habe ich mit Paul Schröder geschnackt und er hat mir verraten, was ihn persönlich an dem Stück fasziniert.
00:00:50: Die Notwendigkeit des Lebens vielleicht ist nämlich interessiert weil die auf der Bühne halt auch zu einer Notwendigkeit führt dass wir jedes mal versuchen da wirklich diese Not aus ja auszuloten wie dieser Prinz dort durchleidet oder so.
00:01:04: Und diese Begeisterung kommt nicht von ungefähr.
00:01:06: gerade in jungen Jahren konnte sich Paul Schröser immer wieder im Prinzen erkennen.
00:01:11: Mit der Zeit hat sich dann sein Blick aber auf die Figur verändert.
00:01:18: Ich hatte dann tatsächlich, nachdem wir das zehn Jahre später habe ich mich die ersten Proben und vielleicht auch noch die erste Vorstellung so gefragt.
00:01:35: Kann ich das überhaupt noch spielen?
00:01:37: Nach so langer
00:01:38: Zeit.".
00:01:38: Aber da hat er seine Meinung zum Glück ziemlich schnell geändert.
00:01:58: Total
00:01:58: spürbar.".
00:01:59: Denn das Publikum erwartet hier nicht einfach nur eine klassische Nacherzählung vom Geisterseher.
00:02:12: Und
00:02:17: natürlich soll der Abend auch Spaß machen!
00:02:27: Aber eben nicht nur das, das Stück soll auch etwas zum Nachdenken
00:02:30: mitgeben.
00:02:31: Dass sie Lust haben wieder ins Theater zu gehen und merken was Theater kann gemeinsam mit Menschen auf der Bühne etwas zu durchleben die etwas zeigen, die was nach spielen.
00:02:41: Ich glaube es ist ein Abend wo man wirklich einen Erlebnis hat was ein bisschen was zu denken mit geben
00:02:47: kann.".
00:02:47: Das
00:02:47: Ernst-Deutsch-Theater zeigt der Geisterseher am Freitag den Zweiundzwanzigsten Mai.
00:02:53: Wenn Menschen streiten, dann sind sie oft eins.
00:02:56: Laut, unansichtig und ziemlich anstrengend!
00:03:00: Aber Streit kann auch was anderes sein – nämlich ein Moment in dem man für sich selbst einsteht.
00:03:06: Genau damit beschäftigt sich die Performance Fury vom Hamburger Kollektiv Skat & Masters of the Universe.
00:03:12: Hier geht's um Wut, um Konflikte und auch darum, was eigentlich passiert wenn man diese Gefühle eben nicht runterschluckt….
00:03:19: Gemeinsam mit einem inklusiven Ensemble aus Schülerinnen und älteren Menschen bringen sie unterschiedliche Generation auf die Bühne, zeigen Streitmal ganz anders.
00:03:29: Körperlich, intensiv – auch ein bisschen absurd!
00:03:33: Da werden Konflikte zu Ritualen, Spannungen zur Performance und am Ende entsteht dann aus all dem Chaos so was wie Nähe.
00:03:42: Die Performance ist vom Mittwoch bis Freitag also den zwanzigsten bis zwanzwanzigstem Mai auf Kampnagel zu sehen….
00:03:49: Im Moment hört man es überall, und zwar dem Begriff Opfer.
00:03:53: In Talkshows in der Politik oder auch einfach mal beim Abendbrot – aber oft geht's gar nicht mehr um Menschen, denen wirklich etwas passiert ist sondern um einen Vorwurf!
00:04:02: Opfer?
00:04:03: Das ist plötzlich jemanden, der zu sensibel ist, zu viel jammert oder auch nicht ins Bild passt.
00:04:08: Und genau darum gehts im neuen Buch von Alice Hastis mit dem Titel Anti-Opfer Warum wir Verletzlichkeit verachten?
00:04:15: Sie schaut sich an, warum Verletzlichkeit heute so oft abgewertet wird und was das eigentlich mit unserer Gesellschaft macht.
00:04:22: Denn wenn nur noch Härte zählt und Sensibilität als Schwäche gilt, verändert das etwas.
00:04:28: Hastos zeigt dass hinter diesem Denken oft mehr steckt und stellt ihm eine andere Idee entgegen – nämlich Verbundenheit statt Abgrenzung!
00:04:37: Die Lesung ist zu sehen am Sonntag den vierundzwanzigsten Mai im Zentralkomitee.
00:04:44: Was geht in Hamburgs Theaterhäusern?
00:04:47: Was für ein Theater
00:04:48: hier!
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