Theater ahoy - Max und Moritz / P.O.V. / Laios
Shownotes
Jeanne von ahoy war wieder auf der Suche nach den spannendsten Inszenierungen auf den Bühnen Hamburgs.
Diese Woche dabei:
- Max und Moritz im Ernst Deutsch Theater
- P.O.V. auf Kampnagel
- Laios im Deutschen Schauspielhaus
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00:00:01:
00:00:12: Wer kennt sie nicht?
00:00:13: Max und Moritz, die wohl berühmtesten Lausbuben der deutschen Literatur.
00:00:18: Im Ernst-Deutsch Theater wird der Klassiker von Wilhelm Busch jetzt allerdings ganz neu erzählt!
00:00:23: In der Bühnenfassung von Eila Jegena kommen die berühmtesten Jungen nämlich selbst zu Wort und schälen dann einmal ihre ganz eigene Sicht.
00:00:31: Dabei stellt das Stück folgende Frage – und zwar, waren Max und Moritz wirklich nur böse Jung oder steckt vielleicht mehr hinter ihren Streichen?
00:00:40: Passend zur Premiere habe ich mit Rune Jürgenzen geschnackt, er spielt nämlich die Rolle des Max.
00:00:45: Und als erstes wollte ich natürlich von ihm wissen wie er seine Figur überhaupt beschreiben
00:00:49: würde!
00:00:54: hat auf seiner Art und Weise ein Gerechtigkeitssinn.
00:00:57: Und redet sich manchmal im Kopf von Kragen, weil er das Herz auf der Zunge trägt, sagt man glaube
00:01:02: ich.".
00:01:02: Dabei unterscheidet sich Rune selbst deutlich von seiner Rolle – aber genau das macht es gerade so interessant!
00:01:18: Max und Moritz, die für sich kämpfen in der Version, die wir spielen.
00:01:23: Und nicht nur die Figur wird neu betrachtet auch die Inszenierung unterscheidet sich in einigen Punkten vom Original?
00:01:28: Ja also unsere Versionen unterscheiden sich vor allen Dingen glaube ich dadurch dass Max und moritz zu Wort kommen weil im Original ist es so das Diakom-Wort sagen und das eigentlich eine Beschreibung der Erwachsenen darüber ist wie schlecht sich diese Kinder benehmen.
00:01:44: Kinder sagen halt Stop, können wir vielleicht mal unsere Version erzählen?
00:01:47: Denn in einer Welt voller Erwachsener werden Kinder oft viel zu selten gehört.
00:01:52: Dass es um Kinderrechte geht und dass Kinder immer in einer erwachsenden Welt leben – und Max und Moritz eben auch!
00:01:58: Und das heißt nicht, dass die Streiche, die machen alle in Ordnung sind aber dass die Rechter auf ein unversehrtes Aufwachsen haben.
00:02:05: Das Verhalten der Erwachsenen anguckt in Max und Moritz, das ist halt Hardcore.
00:02:10: Und sich vorzustellen dass liebevolle Menschen bei heran wachsen wenn man sie so bestraft und mit Strafe erzieht...
00:02:18: ...und auch auf Wilhelm Busch's berühmte Geschichte wird heute noch einmal ganz anders geblickt.
00:02:23: Die neuesten Erkenntnisse über Wilhelm busch, der war ja satiriker sagen halt auch eher, dass das eine Satire über die Erwachsenden, über das Verhalten.
00:02:35: Ende ist dann natürlich die Frage, was soll das Publikum eigentlich aus dem Stück mitnehmen?
00:02:40: Darauf hat Rune eine ziemlich klare Antwort.
00:02:45: Viel Spaß haben, weil ich glaube das ist lustig wird.
00:02:47: Das vor allem die Kinder viel Spaß haben aber dass es die Kinder vielleicht auch im Power zu sehen.
00:02:52: Wir haben Rechte und wir müssen uns von Erwachsenen nicht alles gefallen lassen.
00:02:56: Und ja wie Erwachsenden gucken vielleicht nochmal darauf Wie wir mit Kindern umgehen und auch dass Kinder einfach in der erwachsenen Welt aufwachsen und Nicht kleine Erwachsene sind sondern einen anderen Blick auf die welt haben.
00:03:15: Aber wie siehst du mich?
00:03:17: Und wie sehe ich mich eigentlich
00:03:19: selbst?".
00:03:20: In der Tanzperformance POV kommen vier Tänzerinnen zusammen, die zwar einen gemeinsamen Ursprung haben – die Welt aber ganz unterschiedlich wahrnehmen.
00:03:29: Zwischen Nähe und Distanz, Verbindung und Missverständnis entsteht also ein ziemlich intensives Spiel aus Selbst- und auch Fremdbild!
00:03:37: Getanzt wird zwischen Crump und Hip Hop und genau darüber werden dann auch die Emotionen, Erinnerungen und auch persönlichen Erfahrungen körperlich sichtbar gemacht.
00:03:46: POV erzählt also davon, wie schwierig es sein kann sich wirklich zu sehen.
00:03:50: Aber auch davon, dass jede Perspektive auch einfach mal ihre eigene Wahrheit hat!
00:03:56: Zu sehen ist die Performance am Samstag und auch am Sonntag den siebenundzwanzigsten und achtundzwannzigsten Juni auf Kampnagel.
00:04:04: Theben im Ausnahmezustand.
00:04:06: Nach Machtwechseln und Gewalt kehrt Lyos aus dem Exil zurück und übernimmt den Thron.
00:04:11: Doch seine Rückkehr wirft ziemlich viele Fragen auf, denn er bringt jemanden mit der die Geschichte noch viel komplizierter macht.
00:04:19: Und dabei wird ziemlich schnell klar – Die Vergangenheit ist noch lange nicht vorbei!
00:04:24: Das Stück Lyos erzählt die Vorgeschichte des Oedipus Mythos neu.
00:04:28: Im Zentrum stehen dabei Schuld, Verantwortung aber auch die Frage ob Familiäre Schicksale vorgezeichnet sind oder sich verändern lassen.
00:04:38: Gleichzeitig bedroht die rätselhafte Zwingsti statt ein Wesen das Theben mit seinen Fragen in den Wahnsinn treibt.
00:04:45: Zu sehen ist das Theaterstück am Samstag dem siebundzwanzigsten Juni im deutschen
00:04:56: Schauspielhaus.
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