Theater ahoy - Fisch för veer / Drei Schwestern / Die Insurgentinnen

Shownotes

Das Sommerloch neigt sich dem Ende zu. Jeanne von ahoy war deshalb wieder mal auf der Suche nach den spannendsten Inszenierungen auf den Bühnen Hamburgs. Und sie ist natürlich fündig geworden:

- Fisch för veer - Ein letztes Mahl im Ohnsorg-Theater
- Drei Schwestern im Altonaer Theater
- Die Insurgentinnen im Hamburger Sprechwerk

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00:00:01:

00:00:12: Was würdet ihr machen, wenn ihr euer ganzes Leben für andere gearbeitet habt und dann auf einmal merkt?

00:00:17: Auf das versprochene Erbe kann ich anscheinend doch nicht zählen.

00:00:20: Genau vor diesem Problem steht Rudolf im Theaterstück Fischverfehr ein letztes Mal.

00:00:25: Er ist seit Jahren nämlich Dina, der drei wohlhabenden Schwestern Charlotte, Cecilia und Clementine – und irgendwann hat er einfach auch genug, er möchte endlich die Welt sehen und bittet deshalb um sein Erbe!

00:00:35: Doch die drei Schwesten denken gar nicht daran ihr Geld zu geben und damit beginnt ein ziemlich fieses Spiel um Geld, Macht und Kontrolle….

00:00:43: Passend dazu habe ich mit dem Regisseur Marc Becker geschnackt und als erstes habe ich ihn gefragt, was ihm denn am meisten an der Geschichte gereizt

00:00:50: hat.

00:01:04: Denn eine Krimikomödie auf die Bühne zu bringen ist nicht ganz so einfach – besonders die Kombination aus Ernst- und Humor!

00:01:13: dass er so genau geschrieben ist, dass Texte immer wieder ambivalent zu lesen sind und die Passagen, die gesprochen werden, so alle miteinander verknüpft sind.

00:01:22: Dass man einerseits sich fragt wie man böse miteinander sein kann andererseits aber diese Boßartigkeit mit einem so schwarzen Nomo vorsehen ist das einfach sehr lustig.

00:01:30: Und wir wissen ja, dass im Mittelpunkt die Schwestern und Rudolf stehen Aber warum eskaliert der Konflikt eigentlich

00:01:36: so?

00:01:36: Und alle drei haben ohne davon zu wissen mit ihm einen Verhältnis gehabt.

00:01:42: Und dieser Diener will jetzt zu Geld kommen, weil alle drei ihm versprochen haben ihnen im Testament Geld zukommen zu lassen und droht damit den anderen Schwestern zu verraten das Vorbefallen

00:01:52: ist.".

00:01:52: Dabei

00:01:53: gibt es auch eine Szene die Mark Becker besonders schwierig in der Umsetzung findet.

00:02:03: Und alle drei Schwestern wollen, dass die anderen das nicht erfahren.

00:02:13: Dass sie von dem Plan nichts mitbekommen.

00:02:15: Das heißt, alle schleichen durch die Gegend, versuchen etwas vorzubereiten und dürfen dabei auf keinen Fall erwischt werden.

00:02:21: Treffen zufällig aufeinander müssen ausregen

00:02:23: finden.".

00:02:23: Und genau diese Szene bringt auch ziemlich gut auf den Punkt, worum es dem Figuren

00:02:27: eigentlich geht... Wir befinden uns wie gesagt in der Zeit des Biedermeier und die Familie Hackendorf oder Hackendorck bei uns.

00:02:34: Da steckt das Wort Heck gesund mit drin und die verdecken die ganze Zeit etwas.

00:02:38: Das heißt, es wird immer etwas gedeckelt man sagt etwas aber meint damit so ein bisschen was anderes beziehungsweise versucht immer wieder den anderen versteckt einen reinzuwirken.

00:02:47: Ja

00:02:47: um bei der ganzen Inszenierung habe ich mich dann auch gefragt worum es vordergründig in dem Stück eigentlich geht?

00:02:51: Ich

00:02:52: will sein wie ein letztendes Mensch sein.

00:02:53: Darum welche Blößen gebe ich mir wo kann nicht direkt sein und sehr vieles hat ja in diesem Stückort damit zu tun dass eben in der Zeit des Spielermeyers spielt das heißt in einer Zeit wo die Menschen Klemter waren und wo man versucht hat vieles halt eben hinter der Hecke zu halten.

00:03:08: Also es gibt ziemlich schwarzen Humor, ein ziemlich bösen Erbstreit und die Frage wie weit Menschen gehen wenn es um Geld und Kontrolle geht?

00:03:16: Schaut es euch am besten einfach selbst an Fischverfehr.

00:03:19: ein letztes mal feiert am dreißigsten August Premiere im Ohnsocktheater.

00:03:24: Wir kennen das doch alle!

00:03:26: Man hat eigentlich alles was man sich wünschen kann und trotzdem fehlt irgendwie etwas.

00:03:31: Genau darum geht es im Theaterstück drei Schwestern, die Inszenierung ist frei nach Anton Cheshoff und verliegt die Geschichte kurzerhand.

00:03:38: einfach mal ins Hamburg des Jahres.

00:03:42: Die drei SchWestern Irina, Marscha und Olga leben nämlich mit ihrem Bruder André und seiner Familie in einer großen Altbauwohnung in Äppendorf.

00:03:50: Gute Ausbildung, schicke Klamotten scheinbar also das perfekte Leben – und trotzdem sind alle auf der Suche nach etwas was ihnen fehlt!

00:03:58: Und dann kommen immer wieder Menschen auch von außen in diese scheinbar heile Welt und bringen einiges durcheinander.

00:04:04: Also, ein ziemlich aktueller Blick auf die Frage was uns eigentlich glücklich macht und warum das manchmal gar nicht so einfach ist?

00:04:11: Das Theaterstück drei Schwestern ist am Dienstag den fünfundzwanzigsten August im Altona Theater zu sehen!

00:04:18: Was ist eigentlich aus unseren großen Träumen

00:04:21: geworden?!

00:04:22: Mit zwanzig wollten wir doch alle irgendwie die Welt verändern – und später Da stehen dann plötzlich Alltag, Arbeit und Altersvorsorge auf dem Plan.

00:04:30: Und genau damit beschäftigt sich die Komödie, die Insurgentinnen von Konstanze Ulmer im Hamburger Sprechwerk.

00:04:36: Im Mittelpunkt stehen dabei drei Frauen, die irgendwann beschließen Es ist doch noch nicht zu spät für die Revolution.

00:04:43: Also gründen Andrea, Jasmin und Iris kurzerhand einfach mal eine kleine revolutionäre Zelle.

00:04:48: Was daraus entsteht, ist eine Geschichte mit viel Humor über verpasste Chancen, Idealismus und auch die Frage ob man seine alten Träume nicht vielleicht doch noch verwirklichen sollte.

00:04:58: Denn wie der Stück selbst sagt, Moral war gestern heute isst

00:05:02: Punk!

00:05:03: Das Theaterstück Die Insurgentinnen feiert am Mittwoch den XX.

00:05:07: August.

00:05:07: Premiere im Hamburger Sprechwerk

00:05:10: Theater Ahoy.

00:05:11: Was geht in Hamburgs Theaterhäusern?

00:05:14: Was für ein Theater hier!

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