Theater ahoy - Don Quijote / Der eigene Tod / Venedig unter - A Cyborg Tour
Shownotes
Auch in dieser Woche war Jeanne wieder fleißig und auf der Suche nach den spannendsten Inszenierungen auf Hamburgs Theaterbühnen.
In dieser Woche mit dabei:
- Don Quijote im Ernst Deutsch Theater
- Der eigene Tod im Deutschen SchauspielHaus
- Venedig unter - A Cyborg Tour im Hamburger Sprechwerk
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00:00:01:
00:00:12: Kennt ihr das, wenn man sich so sehr in eine Welt reinsteigert, dass sie irgendwann echter wirkt als die Realität?
00:00:18: Genau da sind wir bei Don Quixote.
00:00:20: Im Mittelpunkt steht Alonso Quijano – ein Mann der Ritter-Romanen nicht nur liest sondern auch lebt und zwar so sehr, dass er dafür wirklich alles opfert!
00:00:29: Irgendwann reicht ihm das Lesen aber nicht mehr und deshalb wird er eben mal selbst zum Ritter.
00:00:34: Als Don Quixote zieht er mit seinem Pferd Rosinante und seinen Träumenbegleiter Sancho Panza los in die Welt.
00:00:40: Ich habe bereits bei der Premiere im April diesen Jahres ein Interview mit Aaron Brömmelhauf geführt, er spielt nämlich im Stück die Hauptrolle.
00:00:47: Don Quijote ist eine Figur, die eher so abseits der Norm unserer Realität legt.
00:00:52: Deshalb hat Aaron da einen etwas anderen Ansatz gewählt um sich in die Rolle reinzufühlen
00:00:58: ist auch eigentlich ganz technisch.
00:01:01: Ich habe mich halt hingesetzt ans Buch und hab mir überlegt, okay, welche Sätze sage ich im Waren?
00:01:07: Welche Sätze sag' ich in der Wirklichkeit?
00:01:08: Was sind die Adressate?
00:01:10: Was bedeutet das jetzt für mich?
00:01:12: Und bin da ganz klassisch rangegangen und hab mich wirklich stupide an den Text gesetzt habe versucht, das über den Text zu
00:01:19: arbeiten.".
00:01:20: Dadurch haben sich die Proben natürlich auch ein bisschen schwieriger gestaltet.
00:01:30: Und dadurch passieren immer wieder kleine Stolperer auf den Proben, wo man so denkt, warte mal das müsste jetzt ja eigentlich an die Person gerichtet sein und nicht an die.
00:01:42: Wie denke ich das jetzt?
00:01:44: Deswegen ist es sehr aufregend in diese Rolle zu schlüpfen und auch auf eine Art und Weise sehr überfordernd in den Progen.
00:01:50: Ich glaube der Weg dahin wird noch sehr
00:01:52: spannend.".
00:01:52: Bei der Vielschichtigkeit von Don Quixote kann man gar nicht anders als sich fragen ob er ein kleines bisschen verrückt ist.
00:02:00: ist, hat er eine so große Fantasie sich angereichert.
00:02:04: Dass ich glaube das es ein Stück weit so ist dass er flüchten möchte in einer anderen Welt die ihn vielleicht irgendwie geläufiger ist als die da draußen weil in der Gebälder draußen... Da isst er gar nicht so oft
00:02:14: unterwegs.".
00:02:15: Von außen mag das vielleicht aber im Weh nicht anders wirken.
00:02:18: Für die Menschen da draußen könnte er total verrückt wirken Aber für ihn selber ist das irgendwie so Total.
00:02:25: Die welt die für ihn am meisten Sinn macht
00:02:27: Und in dieser Welt ist er nicht alleine, mit dabei sein knappe und treuer Begleiter Sancho.
00:02:32: Die Freundschaft fühle mich so besonders macht, dass ich irgendwie rauskristallisiert, dass die beiden nicht miteinander oder auch nicht ohne einander können.
00:02:39: Donkey Shot braucht Sanchopanzer für seine Missionen – und Sanchu Panzer braucht Donkey-Shot auch in einer gewissen Weise!
00:02:48: Und natürlich fragt man sich bei der ganzen Geschichte dann noch welchen Aktualitätsbezug es
00:02:52: hat….
00:02:52: Ich glaube, das Potenzial von dem Stück liegt eben
00:02:55: darin.
00:02:56: Dass es unfassbar viele Parallelen zu der heutigen Weltlage gibt und auch ganz besonders zur Lage hier in Deutschland bezüglich den Rechtsruck, der gerade einfach faktisch stattfindet und so präsent ist wie schon lange nicht mehr.
00:03:13: Und vielleicht
00:03:13: löst das Stück ja am Ende noch mehr an einem
00:03:15: aus?
00:03:16: Wo man dann danach denkt, warte mal ... Das kenne ich doch!
00:03:22: Vielleicht müsste ich dann doch auch noch mal nachdenken, wie ich reagieren würde wenn ich so einem Menschen begegnen werde.
00:03:29: Don Quixote seht ihr am Donnerstag und auch am Freitag dem Zwanzigsten und Dranzwanzigston Oktober im Ernst-Deutsch-Theater.
00:03:37: Was passiert, wenn das Denken plötzlich aufhört?
00:03:40: Wenn Erinnerungen, Erfahrungen und das eigene Ich für ein Moment ihre Verbindung verlieren?
00:03:45: Genau davon erzählt der ungarische Schriftsteller Peter Narasch in Nachdem Tod Nur knapp überlebt der Auto nämlich einen Herz und Fakt, und in seinem Text beschreibt er was er währenddessen erlebt.
00:03:55: Also den Schwebezustand zwischen Leben und Tod das Erlöschen des Denkens und schließlich sein langsames Wiedereinsetzen.
00:04:03: Dabei begegnet er auch einen fremden Teil seiner selbst –
00:04:06: d.h.,
00:04:06: die eigene Vergangenheit scheint plötzlich weit entfernt und die Erlebnisse schweben durch eine zeitlose Welt!
00:04:12: Was bleibt also wenn die Verbindung zu allem, was bisher war und man kannte für ein Moment verloren geht?
00:04:18: Nach dem Tod ist also nicht nur ein Text über das Sterben, es geht um den Körper, das Bewusstsein und die Frage was unser Leben eigentlich zusammenhält.
00:04:26: Und Nader schblickt dabei nicht nur auf das Ende des Lebens sondern auch oftesten Anfang – und zwar genauer gesagt auf seine Geburt im Jahr neunzehnzwanzig im Budapest.
00:04:35: Zusehen ist die Performance am Donnerstag, den zwanzigsten Oktober in Deutschland Schauspielhaus.
00:04:42: Venedig ist eine der bekanntesten Städte der Welt!
00:04:44: Doch wie würde die Stadt aussehen wenn sie unter Wasser liegen?
00:04:49: Genau in diese Zukunft führt die multimediale Performance venedig unter es Cyborg Tour.
00:04:55: Im Mittelpunkt steht dabei eine Forschungsstation in der versunkenen Stadt, kurz vor ihrer Eröffnung nimmt sie künstliche Intelligenz-Cybe zwei Besucherinnen mit auf eine exklusive Tour und zwar einmal die Influencerin und Klimaaktivistin Mac und auch den Journalisten Bruno.
00:05:09: Was zunächst nach einem spektakulären Tauchgang durch eine faszinierende Unterwasserwelt klingt wird aber schnell zu einer Reise in die Folgen des Klimawandels.
00:05:18: Zwischen versunkenen Palästen und digitalen Erinnerungen begegnen die beiden also einer Welt, die einmal unsere Gegenwart war.
00:05:25: Dabei stellt die Performance auch eine ziemlich unbequeme Frage – was sind wir bereit zu akzeptieren um weiterleben zu können?
00:05:32: Und was müssen wir vielleicht
00:05:33: vergessen?!
00:05:35: Die Performance verbindet Live-Spielprojektion und wissenschaftliche Originalaufnahmen und macht aus Venedig einen Ort an dem Vergangenheit um mögliche Zukunft aufeinandertreffen!
00:05:45: Die Performance feiert am Freitag den XXIII.
00:05:47: Oktober, Premiere im Hamburger
00:05:56: Sprechwerk.
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